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Sprachbündnis Franken

wurde als gemeinsame Initiative des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS) und der Senioren-Initiative Nürnberg e.V. (SIN) am 11.September 2004, am Tag der deutschen Sprache, gegründet. Der „Tag der deutschen Sprache“ findet jährlich am zweiten Septembersamstag statt. Alle sprachlich interessierten Vereine und Gesellschaften sind eingeladen, sich an diesem Tag zu beteiligen. Ziel des Sprachbündnisses ist es, das Bewußtsein für die eigene Sprache zu stärken. Ansatzpunkt für die Zusammenarbeit von VDS und SIN war der Widerstand gegen das Überhandnehmen von Anglizismen in unserer Umgangssprache. Das Sprachbündnis wendet sich in erster Linie gegen die Verhunzung unserer Sprache, aber auch der englischen durch Sprachpanscherei und Schaffung neuer, meist lächerlicher Begriffe. Wir wissen, daß lebendige, entwicklungsfähige Sprachen auch Wörter aus anderen Sprachen entlehnen. Wir kritisieren aber, daß die deutsche Sprache vor allem in Wirtschaft, Medien und Wissenschaft, sogar im Inland, zunehmend durch Englisch ersetzt wird. Deutsch wird durch Englisch als Konferenzsprache, in vielen Konzernen sogar als Umgangssprache, abgelöst. Wir fürchten, daß es in Deutschland zu einer sozialen Spaltung kommt: Englisch für die Oberschicht und Deutsch als Volks- und Feierabendsprache. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken. Deutsch wird wieder eine Aufwertung erfahren, wenn es als dritte Amtssprache der EU neben Englisch und Französisch angewandt wird. Dieser einstimmige Beschluß des Bundestages (Deutsch als dritte Amtssprache) vom 1.4.2004 wird von uns unterstützt. Das Sprachbündnis Franken will einen selbstbewußten und pfleglichen Umgang mit dem Kulturgut Sprache” in allen Bereichen unserer Gesellschaft fördern.

Prominente Unterstützer

Dr. Oscar Schneider
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Ihre Initiative wendet sich gegen den übermäßigen und sachlich nicht zu rechtfertigenden Gebrauch von Fremdwörtern, zumal von Anglizismen. Ich sehe darin ein redliches Aufbegehren gegen eine Unsitte, die ein Ausmaß anzunehmen droht, daß Sie jetzt zu Recht die Alarmglocke anschlagen. Unsere Muttersprache ist das älteste, wertvollste und schönste Erbgut unserer Kultur. Die Sprache ist unsere geistige und seelische Heimat. Hugo von Hofmannsthal nannte die Sprache den geistigen Raum der Nation. ln ihr sind unsere Gedichte, Gebete, Dramen, Romane, Novellen und Erzählungen verfaßt. Jede Erziehung muß immer auch Spracherziehung sein


Prof. Dr. Hermann Glaser
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Im Sprachschatz einer jeden Sprache, damit auch der deutschen, spielen Fremdwörter eine große Rolle, wobei ihre Integration die Denk- und Vorstellungswelt erweitert. Deutschtümelnde „Sprachreiniger“ verkennen dies. Das rechtfertigt jedoch nicht einen sinnlosen Import von Anglizismen, die nicht nur keinen Beitrag zur Aufklärung schwieriger Tatbestände leisten, sondern diese nur verschleiern sowie einfache Fakten und Vorgänge aus Imponiergehabe „aufzuladen“ trachten. Solche Gedankenlosigkeit bringt die deutsche Sprache zum Straucheln und bedarf der Gegensteuerung.


Renate Schmidt
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Ich werde auf jeden Fall für unsere Sprache streiten. Die deutsche Sprache ist viel zu schön, als dass sie mit Anglizismen immer mehr verwässert werden darf. Viele reden schon von „neudeutsch“, wenn sie Anglizismen meinen. Neudeutsch ist langsam gleichbedeutend mit der Akzeptanz von Anglizismen geworden. Das ist ein falscher Weg und sehr problematisch. Die deutsche Sprache muss nicht ergänzt oder internationalisiert werden. Internationalisierung und Globalisierung sind natürlich Entwicklungen, die wir nicht aufhalten können und wollen. Wir wollen aber dabei nicht unsere Sprache verwässern lassen und damit einen wichtigen Teil unserer nationalen Eigenheit preisgeben. Europa und eine Welt die zusammenwächst, lebt doch von diesen Unterschieden und dieser Vielfalt. Klar ist, dass es eine einheitliche Sprache neben den nationalen Sprachen geben muss. Englisch scheint mir dafür geeignet zu sein. Aber das darf nicht dazu führen, dass unsere Sprache mit Anglizismen aufgeweicht oder gar in Teilen zurückgedrängt wird.


Dr. Ulrich Maly
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„Nicht alles von Goethe glänzt, nicht jeder Schiller stürmt und drängt, es gibt auch Rilke-Gedichte, die nicht das Herz erwärmen, und Brecht-Texte, die die Welt nicht verändern. Gleichwohl lebt in ihren Werken und durch unser aller Gerede unsere Sprache - und die ist schön, weshalb man sie hegen und pflegen sollte.“


Herbert Dombrowsky
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„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen." Das Zitat von Goethe mag an dieser Stelle überraschen. Es impliziert zwei Dinge: Es gibt unterschiedliche Sprachsysteme - fremde und das eigene. Und man sollte sich mit den Eigenschaften dieser Sprachen auseinandersetzen. Die deutsche Sprache gilt in bestimmten Bereichen offenbar als ungeeignet oder nicht mehr zeitgemäß. Doch statt sie weiterzuentwickeln, wird sie teilweise durch das Englische ersetzt. Was passiert nun, wenn immer mehr englische Wörter unreflektiert in die deutsche Sprache übernommen werden? Das eigene Sprachsystem wird aufgebrochen, Teile des Sprachschatzes werden verdrängt. Und das ohne erkennbaren Grund. Warum sollte man sich im Deutschen durch (d)englische Wörter mitteilen, wenn diese nicht für jeden verständlich sind? Lassen Sie uns doch das breite Angebot des deutschen Wortschatzes nutzen, ihn pflegen und - wo dies die gesellschaftlichen Veränderungen mit sich bringen - auch erweitern. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft hat sich als Unternehmen das Ziel gesetzt, Anglizismen bewusst zu vermeiden. Dieses Ziel ist auch in der Korrespondenzrichtlinie der N-ERGIE verankert. Als regionaler Energieversorger wollen wir für unsere Kunden spürbar näher sein. Das geht nur, wenn wir auch die Sprache unserer Kunden sprechen.


Christian Schmidt
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Es geht nicht darum, Sprache oder Sprachentwicklung staatlich zu verordnen. Ich glaube, dass wir alle gegen die Gedankenlosigkeit der Benutzung von Anglizismen soweit wie möglich antreten sollten. Selbstverständlich kann und darf das kein Feldzug gegen jedes Fremdwort sein. Wir können aber nicht einerseits beklagen, dass unsere Wirtschaft sogar bei Ausschreibungen Nachteile dadurch haben kann, dass die Ausschreibungsunterlagen in Deutsch nicht verfügbar sind, für Deutsch als dritte Arbeitssprache in der Europäischen Union zu kämpfen und andererseits selbst nur mit Englisch herumzufuhrwerken. Ich sage dies als jemand, der im internationalen Gespräch häufig tätig ist und deswegen auch häufig von der englischen oder französischen Sprache Gebrauch macht. Dennoch bemühe ich mich, dort, wo ich für unser Land im Ausland auftrete, auch die deutsche Sprache zur Geltung kommen zu lassen.


Theo Kellerer
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Ihre Initiative zur Bewahrung der deutschen Sprache vor unvemünftiger Überfremdung finde ich sehr begrüßenswert. In meinem Beruf als Pfarrer ist mir im Laufe meines Lebens immer deutlicher bewusst geworden, wie wichtig und vielschichtig die Sprache für die Kummunikation unter Menschen ist. Zwar kann etwa eine wissenschafliche Fachsprache - z.B. auch in der Theologie - durch Fremdworte sehr an Klarheit gewinnen, aber die Alltasprache etwa mit Amerikanismen zu überfrachten und zu entstellen, empfinde ich als einen großen Verlust und oft als niveaulos. Deshalb unterstütze ich einen vernünftigen Umgang mit unserer Sprache, der nicht jedem Modetrend hinterher läuft.


Michael Bammesel
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Gerne unterstütze ich Ihre Aktion „Nein zu Denglisch". Sicher sind englische Fachbegriffe in einer international vernetzten Welt auch in Deutschland an manchen Stellen sinnvoll. Aber das rechtfertigt nicht die modische Verunstaltung unserer Sprache an vielen Stellen, wo es gleichwertige und verständliche deutsche Begriffe gibt. Als Christ und Pfarrer steht mir die Prägung der deutschen Sprache durch die Luther-Bibel vor Augen. Durch dieses Werk bekam unsere Muttersprache Tiefgang und geradezu poetischen Reichtum. Man darf diesen Sprachschatz nicht durch oberflächliches Wortgeklingel gefährden. Ich freue mich, dass Sie den Mut haben, ein deutliches Wort gegen den Trend zu sagen und wünsche Ihnen, dass Ihre Initiative ein voller Erfolg wird.


Günter Stössel
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Fremdwörter sind wie Schlaglöcher auf Straßen: man sollte sie kennen, um ihnen elegant ausweichen zu können. Ein passendes deutsches Wort gibt es (fast) immer.



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